Praxis Dr. med. Gerd Hanusch

Prävention – sicher vorsorgen

  • Es ist besser Ursachen zu beseitigen als später Symptome zu kurieren

    Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Tod und Behinderung weltweit. In der Vorbeugung und weiteren Behandlung von Herzkreislauferkrankungen spielt neben der leitliniengerechten Therapie der Grunderkrankungen und Risikofaktoren vor allem die eigenverantwortliche Etablierung eines gesunden Lebensstils durch die Patienten eine sehr wichtige Rolle:

    Gemäß der Interheart-Studie in 52 Ländern mit rund 15000 Fällen mit akuten Myokardinfarkt und 15000 Fallkontrollen (Quelle: Salim Yusuf et. al. the Interheart study: case-control study. Lancet 2004; 364ff.) sind 9 kontrollierbare Risikofaktoren für 90 % aller weltweiten Herzinfarkte verantwortlich, speziell:

    Rauchen 2,9-fach
    hohe Blutfette 3,3-fach
    Stress 2,7-fach
    Diabetes 2,4-fach
    Bluthochdruck 1,9-fach
    abdominelle Fettleibigkeit 1,1-fach.

    Täglicher Obst- und Gemüsekonsum senkt das Risiko auf das 0,7-fache.

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    Kreislauftrainingseffekt:

    Eine Analyse von 11.049 Männern im Alter zwischen 45 und 69 Jahren am Cooper-Institut im texanischen Dallas ergab, dass die Fitness in jedem Alter das Herz-Risiko beeinflusst. So hatten fitte 45-Jährige nur ein 3,4-prozentiges Risiko, einen tödlichen Herzinfarkt zu erleiden. Untrainierte 45-Jährige hatten ein 13,7-prozentiges Risiko. Das Risiko ist für Untrainierte also rund viermal so hoch (J Am Coll Cardiol 2011; 57: 1604).

    Halsschlagader-Ultraschalluntersuchung

    IMD: unter der Intima-Media-Dicke versteht man die Distanz zwischen den beiden echoreichen Schichten der Gefäßinnenwand. Eine Zunahme der IMD ist ein Hinweis auf eine beginnende schädliche Gefäßveränderung.

    Diese Veränderung ist sowohl ein Hinweis auf Veränderung der Hirngefäße, als auch der Herzkranzgefäße, d.h. es ist möglich mit dieser Messung an den Halsgefäßen auch die Gefahr für einen Herzinfarkt frühzeitig und vorsorglich zu erkennen.